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Störung im ScheidenmilieuHefepilze sind der Auslöser für die unangenehmen Symtome wie Jucken, Brennen und Ausfluß. Auch bei völlig gesunden Frauen können an vielen Körperstellen - im Mund, im Darm oder eben in der Scheide - Pilze nachgewiesen werden. Hefepilze sind ganz normale Bewohner des Körpers. Im Allgemeinen ist ihre Zahl so gering, dass wir sie nicht bemerken. Unter gewissen Umständen können sie jedoch ihr Verhalten ändern und zu Infektionserregern werden.
Das Gleiche gilt für den Vaginalpilz. Dieser kleine, für das bloße Auge unsichtbare Hefepilz mit dem wissenschaftlichen Namen Candida albicans ist ein völlig harmloser Mitbewohner des Körpers - "Frau" holt sich ihn nicht, "Frau" hat ihn. Ursache der juckenden und brennenden Beschwerden, der vaginalen Pilzinfektion, ist also nicht unmittelbar der Vaginalpilz, sondern zumeist eine Störung des natürlichen Gleichgewichts zwischen Pilzen und Bakterien im Scheidenmilieu. Besondere Bakterien, die bei allen Frauen auf der Vaginalhaut leben, sorgen für eine saure Umwelt (pH ~ 4) und halten so die Pilz-Bevölkerung in Schach. Gerät diese Balance ins Wanken, nutzen die Pilze die Gelegenheit und beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren . Eine Pilzinfektion mit ihren quälenden Symptomen ist dann oft die Folge: Vermutlich drei Viertel aller Frauen sind mindestens ein Mal im Leben von dieser relativ harmlosen Erkrankung betroffen, nicht wenige sogar deutlich häufiger. |
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